nettokompass

Haushaltsplan mit Kindern

Welche Posten ein Kind tatsächlich verschiebt, was auf der Einnahmenseite dazukommt – und die zwei Beträge, die Familien am häufigsten liegen lassen.

Kindergeld 2026259 €je Kind und Monat
Kinderfreibetrag9.756 €je Kind, Günstigerprüfung automatisch
Betreuungskosten80 %absetzbar, höchstens 4.800 € je Kind

Haushaltsplan mit Kindern rechnen →

Was sich im Plan ändert, wenn ein Kind dazukommt

Nicht alle Posten wachsen gleich. Ein Teil steigt sofort und dauerhaft, ein anderer verschiebt sich nur – und auf der Einnahmenseite kommt etwas hinzu, das im Plan leicht vergessen wird.

PostenWas passiertIm Plan
Wohnenein Zimmer mehr, oft der größte Sprungsteigt dauerhaft, meist beim Umzug
BetreuungKita, Hort, Tagespflege – je nach Bundesland sehr unterschiedlichBildung & Betreuung, oft der zweitgrößte Posten
Lebensmittelwächst mit dem Alter, nicht mit der Geburtsteigt über Jahre
Kleidungkleine Beträge, hohe Frequenzam besten als Jahresbetrag eintragen
FreizeitVerein, Instrument, Schwimmkurskommt ab dem Kindergartenalter
Arbeitszeitoft reduziert eine Person – das trifft das Nettoim Rechner das Brutto anpassen
Kindergeld259 € je Kindist im Haushaltsnetto schon enthalten
ElterngeldBasiselterngeld 65 % des wegfallenden Nettos, 300 bis 1.800 € im Monatfür die Monate gesondert planen

Im Haushaltsplan die Zahl der Kinder einstellen: Kindergeld und Kinderfreibetrag fließen automatisch in das Haushaltsnetto ein, und die Vergleichswerte aller Kategorien richten sich am neuen Netto aus.

Die beiden Zahlen, die Eltern am meisten Geld kosten, wenn sie fehlen

Zwei Einkommen, ein Haushalt

Der Rechner kennt beide Wege: verheiratet rechnet er zusammen veranlagt mit Splittingtarif, gemeinsamem Kinderfreibetrag und gemeinsamer Soli-Freigrenze; unverheiratet einzeln. Der Unterschied steht als eigene Kachel im Plan – bei ungleichen Einkommen sind das schnell dreistellige Beträge im Monat. Wer zu zweit kauft oder baut, findet die zugehörigen Fragen unter Kaufen ohne Trauschein.

Und wenn beide unterschiedlich viel verdienen, zeigt der Plan zusätzlich, wie eine Aufteilung nach Einkommen aussähe – statt halbe-halbe, was bei 2.400 € zu 3.600 € netto eine der beiden Personen deutlich härter trifft.

Womit anfangen

  1. Einkommen und Kinderzahl eintragen – das Haushaltsnetto enthält dann Kindergeld und Freibeträge.
  2. Mit den typischen Werten starten und die drei Posten anpassen, die bei Familien am stärksten abweichen: Wohnen, Betreuung, Lebensmittel.
  3. Jahresbeträge als Jahresbeträge eintragen (Kleidung, Klassenfahrt, Versicherung) – der Plan rechnet sie selbst auf den Monat um.
  4. Den Plan als Excel-Mappe oder PDF mitnehmen oder den Link an die zweite Person schicken.

Stand Oktober 2026. Kindergeld und Kinderfreibetrag nach den Werten 2026, Betreuungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG. Näherungsmodell, keine Steuerberatung.

Häufige Fragen

Wie viel Kindergeld gibt es 2026?

259 € im Monat je Kind, unabhängig vom Einkommen und ohne Staffelung nach Kinderzahl. Das Finanzamt prüft bei der Steuererklärung automatisch, ob der Kinderfreibetrag (2026: 9.756 € je Kind bei zusammen veranlagten Eltern) günstiger ist als das gezahlte Kindergeld – das ist die Günstigerprüfung, man muss nichts beantragen.

Was kostet ein Kind im Monat?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, und die kursierenden Durchschnittswerte helfen beim eigenen Plan wenig. Belastbarer ist der Weg über die Posten, die sich tatsächlich ändern: Wohnen (ein Zimmer mehr), Lebensmittel, Betreuung, Kleidung, später Bildung und Freizeit. Genau diese Posten zeigt der Haushaltsplan einzeln – mit Vergleichswerten für Haushalte mit eurem Netto.

Sind Kita-Beiträge steuerlich absetzbar?

Ja, als Sonderausgaben: 80 % der Kinderbetreuungskosten, höchstens 4.800 € je Kind und Jahr (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG, seit 2025). Abziehbar ist die Betreuung selbst, nicht Verpflegung oder Förderkurse. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung – bar bezahlte Betreuung erkennt das Finanzamt nicht an.

Was ist der Kinderzuschlag?

Eine Leistung für Eltern, die ihren eigenen Bedarf decken können, den ihrer Kinder aber nicht ganz. Er wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt und zieht oft weitere Vergünstigungen nach sich, etwa den Wegfall der Kita-Gebühren. Viele Familien, denen er zusteht, beantragen ihn nicht – der KiZ-Lotse der Bundesagentur für Arbeit prüft in wenigen Minuten, ob sich ein Antrag lohnt.