nettokompass

Haushaltsplan im Studium

Knappes Budget, unregelmäßige Einnahmen, halbjährliche Rechnungen: Wie sich ein Studienbudget aufstellen lässt, das die Semesterferien übersteht.

BAföG-Höchstsatz992 €eigene Wohnung; bei den Eltern 671 €
Tatsächlich im Schnitt657 €Durchschnitt 2024, Destatis
Minijob-Grenze603 €im Monat, Stand 2026

Studienbudget aufstellen →

Woraus sich das Geld zusammensetzt

QuelleGrößenordnungWorauf zu achten ist
BAföGbis 992 € (eigene Wohnung)zur Hälfte Zuschuss, zur Hälfte zinsloses Darlehen, Rückzahlung gedeckelt
Elternsehr unterschiedlichUnterhaltspflicht besteht auch während des Studiums
Minijobbis 603 € / Monatbeitragsfrei außer Rente; Befreiung möglich
Werkstudentmehr als der Minijobin der Vorlesungszeit höchstens 20 Std./Woche, sonst volle Beiträge
Stipendiumz. B. 300 € Büchergeldnicht nur Einserkandidaten – viele Werke vergeben nach anderen Kriterien
Kindergeld259 € / Monatbis 25, solange die Erstausbildung läuft – geht oft an die Eltern

Die Posten, die Studierende regelmäßig vergessen

Ein Beispiel mit 992 €

Wer den vollen BAföG-Satz bekommt, hat ein knappes, aber planbares Budget. Die Frage ist nicht, ob es reicht – sondern wofür es nach der Miete noch reicht. Trag deine eigene Miete ein, und der Plan zeigt sofort, was pro Tag übrig bleibt. Bei einem WG-Zimmer für 400 € sind das nach Fixkosten typischerweise um die 10 bis 12 € am Tag für Essen, Weggehen und alles andere.

Wird es dauerhaft zu eng, lohnt der Blick auf Wohngeld – für Studierende ohne BAföG-Anspruch ist das häufiger möglich, als viele denken – und auf die Härtefallfonds und Darlehen der Studierendenwerke.

WG oder allein – im Plan sichtbar machen

Lege dir zwei Pläne an: einen mit WG-Zimmer, einen mit eigener Wohnung. Nebeneinander zeigt sich, was die Einzelwohnung wirklich kostet – nicht nur an Miete, sondern an Strom, Internet, Rundfunkbeitrag und Grundausstattung, die in der WG geteilt werden. Dafür gibt es im Haushaltsplan die Plan-Umschaltung oben; herunterladen lässt sich jeder Plan einzeln.

Stand Oktober 2026. BAföG-Sätze nach §§ 13, 13a BAföG; Durchschnittsbetrag 2024 nach Statistischem Bundesamt. Verbindlich ist der Bescheid deines BAföG-Amts.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der BAföG-Höchstsatz 2026?

992 € im Monat für Studierende mit eigener Wohnung: 475 € Grundbedarf, 380 € Wohnpauschale und 137 € Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung (§§ 13, 13a BAföG). Wer bei den Eltern wohnt, kommt auf 671 €. Das ist die Obergrenze – tatsächlich ausgezahlt wurden 2024 im Durchschnitt 657 €, weil Einkommen und Vermögen angerechnet werden. Die nächste Erhöhung ist für den 1. April 2027 vorgesehen.

Wie viel darf ich neben dem Studium verdienen?

Beim Minijob liegt die Grenze 2026 bei 603 € im Monat; bis dahin fallen für dich keine Beiträge außer dem Rentenanteil an, von dem du dich befreien lassen kannst. Als Werkstudent darfst du mehr verdienen und zahlst während des Semesters nur den Rentenbeitrag, solange du in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeitest. Beim BAföG gilt ein eigener Freibetrag – wer deutlich mehr verdient, bekommt weniger BAföG.

Was kostet das Studium im Monat wirklich?

Das hängt fast vollständig an der Miete, und die unterscheidet sich zwischen München und Chemnitz um ein Vielfaches. Deshalb bringt ein fremder Durchschnittswert wenig. Sinnvoller ist, die eigenen Fixkosten einzutragen – Miete, Semesterbeitrag auf den Monat gerechnet, Krankenversicherung, Handy – und zu sehen, was danach pro Tag übrig bleibt.

Zählt der Semesterbeitrag als Monatsausgabe?

Rechne ihn um: Er fällt zweimal im Jahr an, gehört aber in jedes Monatsbudget. Im Haushaltsplan trägst du ihn als Jahresbetrag ein, dann rechnet die Seite ihn selbst auf den Monat herunter. Dasselbe gilt für Versicherungen, Bahncard und Laptop-Rücklage.